Freitag, 1. Juni 2007

Alles vollgemüllt hier....

Dienstag, 29. Mai 2007

Frau H. goes... (8.)

Es gibt 3 - in Worten "Drei" - Platten. Frau H. ist entzückt entsüggt, denn: es sind große Platten. Zudem.

Eine ist schon halb leer, aber das macht nichts.

Frau H. gibt sich ihrer Gier hemmungslos hin. Mindestens 3 - nochmal in Worten: "Drei" - Portionen finden ihren Platz auf einem aufmerksam gereichten jungfräulichen Teller. Frau H. LIEBT Vitello Tonnato. Und Kapern. Außerdem eingelegte Champignons. (Es könnte sein, dass Frau H. aktuell Hunger hat.) Ein bisschen Salat noch, aus Solidarität. Und zurück zum Tischchen.

C. ist schon wieder verschwunden. Nur ein Rest seines Salates steht einsam auf dem Tisch. Frau H. knört sich in die Bank. Und genießt.

C. kommt zurück. Vom Buffet, dem Teller nach zu urteilen.
Wilde Antipastimischung, vegetarisch. Knört sich auch.

Für einen Moment sitzen sie schweigend und schmausend nebeneinander. Fast einträchtig. Könnte man meinen.

Was hast Du da? (C. an Frau H.,)

Vitello Tonnato. (Frau H. an C., innerlich Minuspunktlisten entwerfend.)

C. steckt seine (vegetarische) Nase forsch und unerschrocken in Frau H.s Vitello. Fast.

Und was ist das?

Nichts für Vegetarier.

Das beantwortet meine Frage nicht....WAS ist das?

Frau H. zieht sowohl einen Punkt ab und vergibt einen.

Kalbfleisch.

Und das da drauf?

Thunfischpaste.

Ah. Sieht interessant aus.

Frau H. ist etwas verblüfft. Normalerweise wird sowas mit einem "Ihhh, totes Tier." Oder "Aas also." kommentiert.

Aber man ist wohl noch nicht so sehr unter sich.

C.'s Interesse scheint aufrichtig zu sein. Und vielleicht ist er ja nur ein verhinderter Fleischfresser.

Ja, is' seeeeehhhhr lecker. (Die Probieren? Frage spart sich Frau H. dennoch lieber.)

C. schiebt den Salatrest von sich weg und verzehrt weiter seine Antipasti.

Weißt Du, neulich, da war ja der Junggesellenabschied..., setzt er das Gespräch fort.

Frau H. goes... (7.)

C. stochert etwas lustlos in seinem Salat herum. Frau H. schneidet ein Stück von der malen Kuh ab.

Du bist also Pädagoge?, versucht sie das wohl an dieser Stelle von ihr erwartete Gespräch wieder aufzunehmen.

Neh, ich bin Lehrer.

C. klingt etwas unmotiviert.

Ja aber....Frau H. versucht einzulenken, sind Lehrer denn nicht auch irgendwie Pädagogen?

Neh. Lehrer sind Lehrer.

Frau H. korrigiert sich im Geiste und vergibt den zweiten Sympathiepunkt des Abends: C. klingt nicht unmotiviert, C. klingt genervt.

Was unterrichtest Du denn?, Frau H., bemüht die Situation zu neutralisieren.

Deutsch und Dänisch. Realschule.

Dänisch? Auf so viel trotzige Individualität ist Frau H. nicht vorbereitet und verzeichnet eine Drei auf der Punkteskala.

Es folgt ein mehrere Minuten andauernder Dialog.

Ich geh' nochmal zum Buffet.... (Frau H. an C.)

Ich hätte gerne noch ein Light Bier. (C. an Servicekraft)

Frau H., beeindruckt von der Trinkgeschwindigkeit, beginnt den tieferen Sinn Selbigens zu verstehen und merkt einen erneuten Punkt vor während sie zielstrebig Richtung Vitello Tonnato verschwindet.

Sonntag, 27. Mai 2007

Nun,

....genug gelacht.

Drink, drank, drunk.




Nella
macht sich Gedanken zum Thema: Erster Suff Rausch.
Ein nicht uninteressantes Thema, wie ich finde und so grabe ich 'mal wieder in den löchrigen Erinnerungskisten (anstatt noch etwas über das Grau in Grau des aufgehaltenen Tages zu verfassen, wie eigentlich gedacht...) und kichere dezent in mich rein....

Damals, als ich Kind war, nahm man das noch nicht so genau.
Irgendwie enthielten viele, wenn nicht sogar alle, Dinge Alkohol.
Und so hatte ich meinen ersten Rausch wahrscheinlich mit sechs.

Ich war vor ein Auto gelaufen, was bei einer Verkehrsdichte von geschätzten zwei Autos (die Trecker lassen wir 'mal außen vor) am Tag, schon fast eine Kunst ist, und lag im Krankenhaus.

Es hatte mich schwer erwischt, wochenlang durfte ich mich nicht rühren, und deshalb beschenkte man mich. Reichlich.
Ich bekam alles, was ein Kind sich nur wünschen kann: Stofftiere. Malbücher, allerlei Kleinspielzeug und Süßigkeiten. Am laufenden Band.

Und auch wenn ich nicht gerade behaupten kann, ich hätte diesen Zustand genossen, so entschädigte die Flut der Aufmerksamkeiten doch für einiges.

Man könnte es fast schon als natürlich bezeichnen, dass irgendwann ein großes Paket von Tante Emma kam, immerhin schickte Tante Emma zu jedem erdenklichen und unerdenklichen Anlaß ein Paket; voll mit Schokolade, Kaffee und Geld. Meist waren diese Pakete jedoch nicht nur an ein Mitglied der Familie adressiert, sondern an mehrere, und so wurde der Inhalt immer möglichst passend verteilt.

Doch nicht diesmal. Diesmal war das Paket ausschließlich und ganz speziell NUR FÜR MICH und zu meiner großen Freude enthielt es Weinbrandbohnen.

Ich liebte Weinbrandbohnen, eine unter normalen Umständen stets streng kontingentierte Leckerei.

Es wird wohl der Zuckermantels unter der dunklen Schokolade gewesen sein, der mir ein solches Lustgefühl bei ihrem Genuß bereitet hat. Jenes kurze Krachen, wenn ich ihn zerbiß. Das süße, bröselige Gefühl im Mund, während der scharfe Geschmack des Alkohols sich ausbreitete und ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich nun lutschen oder beißen sollte. Meist tat ich dann irgendwie beides. Abwechselnd.

An jenem Tag war ich schon so weit genesen, dass man mir gestattete, mich im Krankenhauseigenen Park aufzuhalten. Ich saß in meinem Rollstuhl und malte in vollendeter Begeisterung Pferde und Cowboys auf A4 Papiere. Neben mir auf der Bank saß meine Mutter. Mit der eingeklagten Schachtel Weinbrandbohnen.

Irgendwie werde ich wohl auf die Tränendrüse gedrückt haben. Oder ich habe einen unbeobachteten Moment schamlos ausgenutzt.

Gewiss ist, dass ich, als sie mich gegen Ende der Besuchszeit zurück auf mein Zimmer schob, ein wunderbar knisterndes leeres Plastikbohnenbett in Händen hielt, während mir gleichzeitig komisch wohl und hundeelend war.....

(to be continued)

Samstag, 26. Mai 2007

Frau H. goes... (6.)

C. hebt an. Und erklärt:

Weißt Du, das ist so: Wenn ich mit Wasser verdünntes Bier trinke, dann kann ich mehr trinken, ohne dass die Amnesie sofort zuschlägt....und wenn man es von Anfang an trinkt, dann schmeckt man auch keinen Unterschied....

Aha.


Mehr will Frau H. dazu ersteinmal nicht einfallen.

Gut, das mit der Amnesie, ja, das kennt sie...nur das, das mit dem keinen Unterschied schmecken, das wagt sie stark zu bezweifeln...

Frau H. beschließt erst einmal das Buffet aufzusuchen und quetscht sich aus dem Bänkchen.

Die Speisenauswahl ist grandios. Ein bisschen Risotto. Und Fleisch. Unbedingt Fleisch. Außerdem ein Süppchen. Ein paar eingelegte Champignons gehen immer.... Frau H. beschließt unbedingt wiederzukommen und schaufelt sich eine wirre Mischung an Köstlichkeiten auf den Teller.

So beladen tritt sie den Rückweg an und findet - oh Schreck - das Kuppelbänkchen leer vor.

Kein C. mehr da. Dafür die Biere. Und ein Salat. Eindeutig für C. Und eindeutig nicht vom Buffet.

Auch noch Sonderverpflegung...., denkt sich Frau H. und nimmt ihren Platz ein, irgendwie wird das mit dem Knaben ja immer besser.

Allergiker. Bestimmt Allergiker. Vegetarier sowieso. Am Ende irgenwie sowas Makrobiotisches. Oder Rohkostler. Ich mein', wer Bier mit Wasser trinkt....


Frau H. fragt sich, was die Freunde sich bei dieser Kombination gedacht haben mögen und nimmt einen großen Zug vom Dunkelbier.

C. kommt zurück. Von wo auch immer. Und erspäht den Salat.

Ist der für mich?

Sieht so aus.

Ich bin Vegetarier....

Hmmm.

Also, ich hätte da schon auch am Buffet was gefunden, aber na ja, A. meinte und so, er müsste mir.....

Hmmmm....

Eigentlich hätte ich lieber was vom Buffet.....


So langsam beschleicht Frau H. der Verdacht, dass das Ganze System hat. A.s Humor ist ihr bekannt und, na ja....

CHAKA



Gut: Es muss einfach 'mal gesagt werden:

ICH WILL.

Jetzt. Sofort.

ICH WILL.

ES.

Jetzt. Sofort. Und nicht erst in zwei Wochen.

Damned!

Was, sei an dieser Stelle Ihrer Phantasie überlassen....

Freitag, 25. Mai 2007

Frau H. goes... (5.)

Sie justieren die Körper gegeneinander und Frau H. zeigt sich erfreut:
Ah, man darf also auch Bier.... (Im Geiste hatte sie diese Option schon zwischen all den vor ihr aufgereihten Weingläsern abgetan.)
Es kommt erste Sympathie auf, die jedoch sogleich wieder jäh zerschmettert wird:

"Ach, der Carsten....mit dem habt ihr ja hier einen echten Vollblutpädagogen am Tisch". (der frisch Verhaftete beim Inspektionsrundgang.)

Es wird ein wenig angewidert gelächelt.

Am Ende ist das ernstzunehmen?

Die Sevicefee schwebt vorüber.

Soll ich Dir ein Bier mitbestellen? (C. an Frau H.)

Ähhh, ja.... (Frau H.an C.)

Also, ich hätte gerne noch so ein Bier mit Mineralwasser....und was für eins willst Du? (C. an Frau H.)

Ähhhh.... Frau H. fragt sich kurz, ob sie vielleicht etwas Ernsteres an den Ohren hat, als bisher gedacht und erkundigt sich ob der Auswahl...ich nehme dann das tschechische Dunkelbier...Danke.

Auch auf die Gefahr hin, sich den Abend nun endgültig zu verscherzen, Frau H. kann sich die ziemlich angewiderte Frage nicht verkneifen:

Hab' ich richtig gehört, Du trinkst Bier mit W A S S E R????

...



...und das, wo ich frei habe....

Los, gebt es zu: ES IST EIN MEISTERWERK! Selten einen solch brillianten Erstling gesehen, nech wahr ;)

Donnerstag, 24. Mai 2007

Initialzündung : Gedankendomino



Und Jahre später trafen sie sich zufällig im Bereich des Möglichen.

Standen einander, täuschend ähnlich, nichts ins Gesicht geschrieben, als die gut im hohen Gras der jüngsten Vergangenheit getarnten alten Zeiten, gegenüber und lauschten jener Atonalität der eigenen Stimmen, die nie wieder das Gehör gefunden hatte, welches sie in einem vertrauten System zu entschlüsseln fähig war.
Konspirative Minuten rafften Millionen von Sekunden dahin, gruben Furche um Furche um und harkten verkrustete Erinnerungen aus dem Morast der Herzen. Verflogene Düfte hielten inne und rissen die Türen auf zu längst vergessenen Nasenflügeln, als staubschwere Mitternachtssonnenstrahlen auf spiegelglattes Parkett fielen.

Nichts. Als ein letzter Tanz.

Dienstag, 22. Mai 2007

Landwirtschaftliche Maschinen

Es ist noch nicht lange her, da war ich in der Hauptstadt.

Dort lebt der zweite Nestflüchter der Familie, the second black sheep.
Mein Lieblingsverwandter. Sankt Bob.

Ich traf Sankt Bob zum Frühstück. Es war schön, sich nach doch einiger Zeit 'mal wieder zu sehen. Geschichten erzählen.

Nachdem wir das Neuste der Monate abgearbeitet hatten, gingen wir zu ihm und wühlten in den Alben des Gestrigen, die er kurz zuvor erstöbert hatte.

Zum Abschied gab er mir eine CD mit Bildern.

Und die fiel mir gerade wieder ein.....

der erste bulldog 1

der erste bulldog 2


Inspired by Ole.

Ach ja: Nachtrag: es handelt sich hierbei natürlich nicht um das Modell, welches mir noch bekannt ist, sondern um das erste in der Abstammungsgeschichte H.! Mir unbekannt.

Frau H. goes... (4.)

Es ist ein Fünfertisch, noch vollständig unbesetzt. Ungerade Zahlen sollen ja immer von Vorteil sein, denkt sich Frau H., und inspiziert die anderen Äpfelchen.
Zwei von ihnen sind weiblich, ihr mehr oder weniger bekannt. Puh.
Der dritte muss die neue Liason sein. Den hat sie schon gesehen, vorhin. Also nur eine Überraschung. Reicht ja auch.

Frau H. nimmt etwas widerwillig ihren Platz ein - als Erste kommen war noch nie so ihre Sache - und besieht sich die etwas hilflos umherschwirrenden Anzugträger. Welcher wird wohl? Irgendwie reißt sie sich um keinen. Kramt in ihrem Kopf. Der, der damal beim Einzug und so? Bitte nicht! Frau H. ist sich nicht sicher, ob sie ihr miserables Namensgedächtnis verfluchen oder lobpreisen soll? Jene Freunde, die ihr ins amnestische Hirn schießen, machen keine Lust auf mehr. So gar nicht.

Die bekannten Mitsitzer eilen herbei. Fühlt sich schon etwas besser an, das Ganze. Nun kann zumindest kollektiv gerätselt werden, auch wenn das keinen wirklich weiter bringt.

Nach wie vor eilt Anzugträger um Anzugträger vorüber. Und gegen Anzüge an sich, hat Frau H. ja auch nix. Nein, nein. Anzüge können auch ganz hervorragend aussehen, nur eben nicht so. Nicht SO!

Egal.

Das Kollektiv befragt die Eilenden eifrig: Welchen Namen suchst Du denn....? Fehlanzeige.

Halt! CARSTEN? Carsten ist hier.....

Der Vorübereilende in HellblauSchwarz scheint nicht sonderlich erfreut zu sein, als er sein Äpfelchen den leeren Platz neben Frau H. markieren sieht. Und irgendwie macht ihn das symphatisch....

Äh, seid ihr sicher??? Kann ich nicht vielleicht doch da, und so...

DAS geht jetzt vielleicht doch ein bißchen weit, aber, nun gut.

Schließlich läßt er sich hilflos überzeugen.

Und zwängt sich neben Frau H. ins Bänkchen, ein Becks im Schlepptau. Scheinbar.

Montag, 21. Mai 2007

Zitat des Tages:

Und, wie geht es ihr?

Sie hat viel geheult, sagt sie.

Und, dass wir das auch 'mal machen sollen,

ist gut für die Augen.


Was kenn' ich eigentlich für Leute?

Nachtrag: Je länger ich diese Aussage durch mein Hirn kreiseln lasse, desto mehr fällt mir ihr (mit Sicherheit im Zusammenhang nicht so gemeinter) Hintersinn auf....

AGAINST

Gegenwärtige Trag-ödien

Alles vollgemüllt...
FrauHausH - 28. Dez, 13:06
Ich war blind
- wie ein Maulwurf
Dr. M (anonym) - 11. Jul, 09:18
Dr. M: Abba das Volk...
Dr. M: Abba das Volk wird doch schon janz lange jetzt...
FrauHausH - 9. Jul, 21:18
Was is' n das hier
Einfach tschüß und so und mit ner toten...
Zweite Etage (anonym) - 8. Jul, 21:39
Äh, Roger, Du belauschst...
Äh, Roger, Du belauschst meine Gespräche...
FrauH. (unangemeldet) (anonym) - 9. Jun, 18:36
Ohne Titel
Die Nachbarn am Blogplatz? Alles voll die Schweine,...
Roger (anonym) - 8. Jun, 17:59
Ja, ja....und ganz entsüggende...
Ja, ja....und ganz entsüggende Nachbarn, ganz...
FrauHausH - 3. Jun, 23:18
Nun, ich gebe zu, es...
Nun, ich gebe zu, es läßt sich schwer lecker...
FrauHausH - 3. Jun, 23:11

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